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Alsenborn ist in der Umgebung als "Heimat der Seiltänzer" bekannt, scherzhaft werden die Einwohner auch heute noch "Bajasse" genannt. Die Artistengeschichte des Ortes hat ihren Ursprung in den Krisen des 19. Jahrhunderts. Auswege aus Verarmung und Hunger, Alternativen zur Auswanderung waren gefragt. Initiiert von Familie Schramm entwickelte sich hier eine besondere Art des Wandergewerbes. Als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten zogen einige Alsenborner im Sommer umher und lebten im Winter vom eingespielten Geld. Die Artistengruppe erweitere sich schnell und hatte in der typischen Form der wandernden Familienunternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand. Danach waren die Alsenborner vor allem noch in der Varietéwelt bekannt. Die "Glanzzeit" zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg sah viele bekannte Künstlerfamilien wie Bügler, Traber, Althoff oder Rosenberg in Alsenborn, die der Ortsgeschichte ihr besonderes Kolorit gaben. Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert und führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Nur wenige Requisiten, Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und sonstige Objekte überstanden das Wanderleben. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Bilder der Alsenborner Artisten. Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr
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Das Kloster zu "Ynkebach" wurde 1148 von Graf Ludwig von Arnstein und Ritter Hunefried von Alsenborn gegründet und von Klosterbrüder aus dem Kloster Marienthal am Donnersberg übernommen. Die heutige Kloster- und Pfarrkirche entstand jedoch erst im 13. Jahrhundert. Ihren Namen erhielt sie vom heiligen Norbert, der 1115 als Wanderprediger durch Frankreich, Belgien und Deutschland zog. 1121 gründete er mit vierzig Klerikern in der Nähe von Laon den Konvent von Prémontré, nach dem die Angehörigen des Ordens Prämonstratenser genannt wurden. Der Orden, der das Mönchtum mit priesterlicher Seelsorge zu verbinden suchte, zählte in seiner Blütezeit über 600 Klöster, darunter das Prämonstratenserinnenkloster zu Enkenbach. Mit dem Bau der Klosterkirche wurde um 1220 begonnen. Die Arbeiten zogen sich über mehrere Jahrzehnte hin, weil sich der Konvent ständig in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand und um seinen Bestand zu kämpfen hatte. Nach einer Urkunde von 1265 forderte der Wormser Bischof die Geistlichen seiner Diözese auf, Almosen für die erst zur Hälfte erbaute Kirche zu sammeln, da das arme Kloster die Mittel dafür nicht aufbringen könne. Der Bau wurde vermutlich 1272 fertiggestellt; der letzte Stein, der im Obergeschoß des südlichen Seitenschiffes eingefügt wurde, trägt jedenfalls diese Jahreszahl. Den Baumeister der Kirchen kennen wir nicht; namentlich bekannt ist lediglich ein Steinmetzmeister Volcmarus von Worms, dem die Hauptskulpturen zugeschrieben werden. Durch den Kirchenbau hatte sich das Kloster stark verschuldet, so daß es immer wieder durch Stiftungen und Schenkungen unterstützt werden mußte. 1564 wurde das Nonnenkloster durch Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz aufgehoben und die Kirche entweiht. Lange Zeit diente sie als Stall und Scheune, in Kriegszeiten vorübergehend als Lazarett. Das Gebäude wurde im Bauernkrieg um 1525 und in den Reunionskriegen von 1689 schwer beschädigt. Erst am Karfreitag des Jahres 1708 konnten die Katholiken wieder ihren ersten Gottesdienst in der Kirche abhalten. Die stark beschädigte Kirche wurde 1876/77, 1902/04 sowie 1970/71 intensiv renoviert. Nach der letzten Restaurierung weihte der Speyerer Altbischof Dr. Isidor Markus Emanuel den neuen Hochaltar zu Ehren des heiligen Norbert, so daß die Kirche heute den Namen St. Norbert trägt.
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Ein Erlebnis ganz besonderer Art bietet das Naturschutzgebiet Mehlinger Heide. Die Mehlinger Heide ist die größte Heidefläche Süddeutschlands und stellt gerade zur Blüte Ende August/Anfang September eine beeindruckende Attraktion dar. Ein lilafarbener Heideteppich und dazu original Heidschnucken hätte man in diesen Breiten wohl nicht vermutet. Aber auch zu anderen Jahreszeiten kann man viel Entdecken auf dem 3,5 km langen Rundweg, der mit dem Eulensymbol markiert ist. Informative Schautafeln bieten einen Einblick in die Entstehung und Erhaltung dieser wunderschönen Heidefläche.
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Die Pfarrkirche mit ihrem stattlichen Turm ist ein Schmuckstück des Dorfes Alsenborn und zugleich ein Zeuge seiner bewegten Vergangenheit. Das Gotteshaus in seiner heutigen Gestalt wurde im Jahr 1733 erbaut. Die Malereien in den Kirchen des Mittelalters hatten die Aufgabe, dem Großteil der Bevölkerung, der weder lesen noch schreiben konnte, die Geschichten der Bibel und die Legenden der Heiligen ins Bild zu übersetzen. Dabei waren sowohl die romanischen als auch die gotischen Kirchen mit solchen lehrhaften Darstellungen geschmückt. Die Alsenborner Majestas Domini gehört nach ihrem Bilder- und Themenkreis der romanischen Kunst an. Dagegen weisen die Darstellungen aus dem Leben und Sterben Mariens bereits frühgotische Züge auf. Trotz des romanischen Gesamteindrucks handelt es sich um den typischen Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. Mit einiger Sicherheit ist anzunehmen, dass die Malereien in der Zeit der Reformation übertüncht wurden und auf diese paradoxe Weise der Nachwelt erhalten blieben. Die Bemalung der Kreuzgewölbe im Chor der Alsenborner Kirche ist ein wertvolles Zeugnis mittelalterlicher Kunst im Landkreis Kaiserslautern. Der Rest bedeutender spätromanischer und frühgotischer Wandmalereien zählen darüber hinaus zu den frühesten in der Pfalz.
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Auf den Ruinen der im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zerstörten Burg der Freiherren von Flersheim wurde 1715 das Schloß Neuhemsbach errichtet. Die Schloßkirche in Neuhemsbach wurde im Jahre 1739 von Graf Friedrich Ludwig von Sayn-Wittgenstein 25 Jahre nach der Grundsteinlegung des Schlosses Neuhemsbach erbaut. Das Schloß wurde 1795 in den Revolutionskriegen von den Franzosen ausgeplündert und angezündet. Die Kirche blieb in ihrem Mauerwerk erhalten. 1805 wurden vier Neuhemsbacher Bürger beauftragt, die Schloßkirche bei einer Versteigerung durch die französische Domäneverwaltung in Mainz zu erwerben. Die Kirche wurde neu ausgebaut und konnte bald wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Ruinen des Schlosses wurden an Baulustige in der Umgebung verkauft, die die Gebäude bis auf die Grundmauern abtrugen. Noch heute kann man an manchem Haus in Neuhemsbach, am Altersheim Eselsmühle und sogar an der Synagoge in Münchweiler Baumaterial nachweisen, das vom Neuhemsbacher Schloß stammt.
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Die Schwarzweiher sind sechs miteinander verbundene Teiche. Im Uferbereich befinden sich Schilfröhrichte, Zwergbinsen- und Wasserpflanzengesellschaften. Die Gewässer sind Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für Vögel sowie Lebensraum von Libellen und Amphibien. Ganzjährig frei zugänglich.
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Das Stumpfwaldgebiet zwischen den drei Dörfern Neuhemsbach, Alsenborn und Ramsen schien unseren früheren Vorfahren zur Anlegung von Gerichtsplätzen als besonders geeignet. Rechts der Straße Alsenborn - Randeckerhof - Neuhemsbach (20 Wegminuten nordöstlich vom Billesweiher bzw. vom Randecker Hof) befand sich auf dem Schelmenkopf das Landgericht auf dem Stampe, das Stumpfwaldgericht "Neun Stühle" - wie es später genannt wurde.
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