Distelfink

Eines Tages lief durch das Städtchen die aufregende Kunde, dass des Bürgermeisters Distelfink in einem unbewachten Augenblick seinen versehentlich offenen Käfig verlassen und das Weite gesucht hatte. Da der Bürgermeister damals in Cochem sehr beliebt war, was selten der Fall ist, so wollte man ihm wieder zu seinem Vogel verhelfen. Der Stadtrat ließ eiligst Bekanntmachungen ausschreiben und aushängen, bis es einem Stadtrat einfiel, dass der Vogel gar nicht lesen könne. Man beschloss deshalb, die Stadttore sofort zu schließen, damit er nicht entweichen könne. Mittlerweile war aber der Vogel von selber wieder in seinen Käfig geflogen. Seitdem hat der Bürgermeister von Cochem wieder einen Vogel.