Feuerwerk
Der Kurfürst hatte sich wieder zu einem Besuch in Cochem angesagt, und weil er lange nicht mehr im Städtchen war, wollten sie ihn besonders ehren. Sie bereiteten für den Abend ein großes Feuerwerk mit Beleuchtung der Moselhöhen und des Ufers vor. Wider die Verabredung kam der Kurfürst aber schon mittags an und gab bei der Ankunft zu verstehen, dass er wegen eiliger Geschäfte nur kurz bleiben könne und bald wieder weiter müsse. Das bedauerten die Cochemer außerordentlich, aber ließen sich nicht erschüttern.
Sie gaben dem Landesherrn Kunde und ließen das Feuerwerk und die Freudenfeuer im hellen Sonnenschein abbrennen. So kam es doch noch zu der vorgesehenen Ehrung.